Archiv der Kategorie: Vorspeisen

In Honig marinierte Honigmelone mit Basilikum à la Mozzarella-Tomate

Die zweite Honigmelone in zwei Wochen in der Biokiste und ich mag das Zeug nicht besonders. Und schon gar nicht in der Schinken-Melone-Variante, dieser verwässerten Siebzigerjahre-Langweiligkeit! Als Detox-Drink hätte ich es auch versucht, aber auch das ebensowenig nennenswert im Ergebnis, schmeckt wie noch mehr verwässerte Schinken-Melone, nur ohne Schinken ;).

Da muss doch mehr drin sein, irgendwas, das richtig kickt. Die folgende, marinierte Variante mit Balsamicoessig als Kontrapunkt ist ok. Mehr als ok – ich hoffe auf die nächste Biokiste 🙂

Zutaten für zwei Portionen:
1 Honigmelone, entkernt, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
3 EL Honig
6 EL kochend heißes Wasser
1 EL schwarzer Pfeffer, grob zerstoßen
optional zusätzlich: 3 Tomaten, entkernt und in Scheiben geschnitten
1 großer Mozzarella oder entsprechende Menge Mozzarellabällchen
1 große Handvoll Basilikum, in Streifen geschnitten
2 EL Balsamicoessig
gutes Olivenöl
Meersalz

Zubereitung:
Honig mit dem kochenden Wasser und den Pfefferkörnern vermischen und abkühlen lassen. Die Melone mit dieser Mischung im Kühlschrank ca. 4 Stunden lang marinieren.

Die überschüssige Marinade abgießen. Melonenscheiben und Tomatenscheiben abwechselnd schichten und den Mozzarella und die Basilikumstreifen drauf geben. Salzen, Olivenöl und Balsamicoessig drüber und mit Weißbrot (für mich nicht, bin ja auf low carb seufz …) servieren.

Mozzarella Melone

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Pochierte Eier auf gebratenem Spargel mit Senfvinaigrette

Ha! Der Angstgegner ist besiegt! Naja, ein wenig weniger durch hätten die Dotter der pochierten Eier durchaus sein dürfen, aber sonst schwer ok. Und den wahrscheinlich letzten Spargel heuer dazu plus ein wenig Rosé … 🙂

Der passt übrigens super zum rosa Pfeffer, der mir schon fast ein wenig peinlich ist. Schon sehr sehr oldschool, ich weiß, aber egal, es schmeckt einfach!

Für zwei Portionen als Hauptspeise:
1 Bund grüner Spargel
4 frische Eier (unbedingt absolut frisch!) vom freilaufenden Biobauern
1 TL rosa Pfeffer, zerdrückt *rotwerd*
Rapsöl
4 EL Mostessig
2 EL wirklich gutes Olivenöl
1 gehäufter EL Dijonsenf
Meersalz, schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Spargel wie in diesem Rezept zubereiten. Wenn der Spargel aus dem Wasser kommt, erst mal beiseite stellen.

Ein Pfanne mit 2,5 cm kochendem Wasser füllen und die Eier aufschlagen und vorsichtig am Rand reinrutschen lassen. Eine Minute köcheln lassen, dann die Herdplatte ausschalten und 10 min nachziehen lassen. Ich werde die Eier in Zukunft nur mehr 8 min ziehen lassen, damit der Dotter noch cremiger bleibt, aber ich hab auch keine Angst vor Salmonellen ;).

Mostessig, Olivenöl und Dijonsenf zu einer Vinaigrette verrühren und abschmecken. Den Spargel in der Grillpfanne braun anbraten und sobald die Garzeit der Eier fertig ist, auf einem Teller anrichten, Dressing und rosa Pfeffer *najamussnichtsein* drüber, fertig. Mit kräftigem Bauermbrot servieren … aja, den Rosé nicht vergessen 🙂

Gebratener Spargel mit Dijonsenf Vinaigrette


Rotkraut-Kohlrabi-Salat mit Feta und Cranberries

Klingt alles andere als sexy, ich gebe es ja zu. Ist aber geschmacklich absolut der Hammer. Und außerdem bin ich das ungeliebte Zeugs der Gemüsekiste los – Rotkohl und Kohlrabi gehören nicht gerade zu meinen Favourites …

Zutaten für 4 Portionen als Beilage oder Vorspeise, mindestens 2 als Hauptspeise:
1 Kohlrabi, in Stifte geschnitten
1 kleiner Kopf Rotkraut, in feine Streifen gehobelt
1 Handvoll Dill
1 Knoblauchzehe, gepresst
1 Biozitrone, Schale abgerieben und Saft ausgepresst
1 kräftiger Schuss Olivenöl
1 Handvoll getrocknete Cranberries, gehackt
1 halbes Päckchen Feta (oder mehr wenn Hauptspeise)
Meersalz, Pfeffer, Chiliflocken nach Belieben
Grün zum Dekorieren, hier wurde Koriander verwendet

Zubereitung:
Alle Zutaten außer Gründeko, Salz, Pfeffer und Feta in einer Schüssel mischen und 10 min ziehen lassen. Immer wieder durch mixen.

Vor dem Servieren salzen und pfeffern, Feta drauf, Deko drüber und falls gewünscht Chiliflocken drüber. Mit kräftigem Bauernbrot servieren.

Rotkraut Kohlrabi Salat


Mediterrane Blätterteigtarteletts

Genial einfach, genial schnell, genial gut, ginge auch als Vorspeise perfekt durch. Mein fleischfanatisches Esspublikum habe ich mit Schinken als Zutat ausgetrickst, meine Version war vegetarisch und dafür mit Oliven.

Zutaten für 2 Personen (6 Tarteletts gesamt):
1 Blätterteig
4 bis 5 Tomaten, in Scheiben geschnitten
100 Gramm guter Schafkäse, gewürfelt
einige Scheiben getrockneter, italienischer Schinken
gutes Olivenöl
Oliven nach Geschmack
frische Kräuter wie Basilikum oder Fenchel für die Deko
Meersalz, Pfeffer
1 Ei, aufgeschlagen

Zubereitung:
Den Blätterteig in 6 Rechtecke schneiden. In diesen Rechtecke um einen cm kleinere Rechtecke mit dem Ausradler oder einem Messer markieren, es soll also ein Rand von 1 cm stehen bleiben OHNE dass der Teig wirklich durchgeschnitten wird, Man markiert also mehr oder weniger nur die Fläche, die anschließend belegt wird.

Backofen auf 200 Grad oder Gas Stufe 3 bis 4 vorheizen.

Die inneren, kleinen Rechtecke mit den Tomaten, Schinkenscheiben, Käsewürfeln und Oliven oder nach Geschmack belegen und mit Olivenöl beträufeln. Pfeffern und den Rand mit verquirltem Ei bestreichen.

Im Backofen ca. 20 min backen, heraus nehmen und mit den gehackten Kräutern bestreuen. Heiß servieren.


Zwei Mal Flammkuchen – vegetarisch oder mit Wurst

Flammkuchen selber machen ist gar nicht kompliziert und schmeckt viiiiel besser als entsprechende Convenienceware. Eigentlich seltsam, dass es die Dinger nirgends frisch gibt – geht total schnell, wenn man von der Ruhezeit des Teiges absieht. Rezept reicht für 2 bis 3 Portionen.

Teig:
300 g normales Mehl
150 g Vollkornmehl
1 Viertelliter Wasser
1 KL Meersalz

Belag:
1 Becher Creme fraiche
1 Handvoll Petersilie, gehackt
1 hartes Pfefferwürstel, in feine Scheiben geschnitten
1 Lauch, halbiert und in Scheiben geschnitten
Meersalz, frisch geriebener Pfeffer
Chili

Zubereitung:
Alle Teigzutaten in die Küchenmaschine und mit dem Knethaken ca. 5 min schlagen. Die entstandende Teigkugel in Plastikfolie einschlagen und ab damit in den Kühlschrank für 1 Stunde.

Creme fraiche mit Meersalz und Pfeffer abschmecken. Vorsichtig, falls die Pfefferwurst sehr scharf ist!

Den Teig in 4 Teile teilen und ganz flach ausrollen. Mit der Creme fraiche bestreichen, Lauch und Wurst oder für die vegetarische Version nur Lauch drauf verteilen.

Für 8 bis 10 min bei voller Leistung ins Rohr. Sobald sich Blasen gebildet haben, mit der Petersilie bestreuen und servieren. Chili nach Belieben drauf geben.

Flammkuchen mit WurstFlammkuchen vegetarisch


Eier-Flan mit Fisch und Kräutern der Provence

Ich geb’s ja zu, bin momentan etwas fixiert auf Kräuter der Provence. Liegt wohl daran, dass der Urlaub in Marseille viiiel zu kurz war ;). Dieser Flan funktioniert heiß oder kalt, als Vorspeise für 6 Personen oder als Hauptspeise mit Brot und grünem Salat. Das französische Originalrezept sieht Tunfisch vor, wurde hier durch Sardinen ersetzt.

Zutaten für 2 bis 3 Portionen als Hauptgericht:
1 Dose Sardinen, entgrätet, abgetropft, mit der Gabel zerteilt
1 Dose Tomaten, mit der Gabel zerteilt
2 große Zwiebel, klein gewürfelt
1 Knoblauchzehe, klein gewürfelt
1 Zweig frischer Thymian
1 Zweig frischer Rosmarin
1 gehäufter KL getrocknete Kräuter der Provence
5 Eier vom freilaufenden Biobauern
2 EL Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Zwiebel im heißen Olivenöl in einer Pfanne nicht zu heiß einige Minuten anschwitzen. Kräuter und Knoblauch zugeben, ein paar Mal umrühren, danach die Tomaten zugeben und ca. 12 min garen. Am Schluss den zerkleinerten Fisch in die Pfanne geben und noch ein paar Mal verrühren.
Die Eier verquirlen und mit der Masse mischen, salzen und pfeffern. In eine gebutterte Tarteform füllen und bei 210 Grad (Gas Stufe 4) ca. 30 min backen.

Flan mit Fisch à la Provence


Libanesischer Taboulé

Viel glatte Petersilie ist der Schlüssel zum optimalen Taboulé, ein köstlicher Salat aus Bulgur und nur sehr wenigen weiteren Zutaten. Schmeckt dann richtig schön frisch und kann als Vorspeise oder Beilage verwendet werden, funktioniert super zu Huhn oder auch gebratenem Tofu.

Zutaten:
eine große Handvoll Bulgur, in viel Wasser eingeweicht (ca. 15 min, Vollkorn braucht um einiges länger!)
4 große, feste Tomaten, entkernt und klein gewürfelt
1 Bund Frühlingszwiebel oder eine kleine Zwiebel, sehr klein geschnitten
1 Bund glatte Petersilie, gehackt
frische Minze, ca. 1/3 der Menge der Petersilie, gehackt
Saft von einer Zitrone
3 EL gutes Olivenöl
Meersalz
optional: Pfeffer

Zubereitung:
Bulgur ca. 15 min in viel Wasser ziehen lassen, sobald er weich ist, Wasser abgießen und mit den Händen gut ausquetschen.
Mit den Kräutern und den Tomaten mischen, Zitronensaft und Olivenöl drüber und mit Salz abschmecken. Ich gebe zu, ich würze es auch mit Pfeffer – wenn man Wert auf Authentizität legt, ist das allerdings nicht zulässig ;).

Am Schluss muss das Ganze richtig schön glänzen, dann ist genug Olivenöl drin.

Taboulé


Muffins mit Couscous und Ziegenkäse

Perfekt als Vorspeise, wenn der Hauptgang etwas dauert oder einfach zu einem netten Glas Rotwein. Muss ich erwähnen, dass es dem Fleischesser im Haus wieder mal nicht geschmeckt hat? „Eigen“ fand er den Geschmack, er meinte wohl den Ziegenkäse – alle anderen Testesser fanden es super!
Allerdings hätte ich dafür um ein Haar das Haus abgefackelt :). Mein Gasbackrohr hat ja nun so seine Probleme mit der braunen Kruste und dem wollte ich per neuem Flammenwerfer (Creme brulee-Bunsenbrenner) nachhelfen. Hab leider übersehen, dass die Muffinförmchen aus Papier sind und einen Muffin in schwarze Kohle verwandelt. Mit Verlusten muss gerechnet werden …

Zutaten für ca. 16 – 20 Muffins:
250 g Couscous
3 Zweige frische Minze, in Streifen geschnitten
150 g fester Ziegenkäse, gewürfelt
350 ml Milch
5 Eier vom freilaufenden Biobauern
230 g Mehl
20 Samen oder Kerne (Sonnenblumenkerne, Mohn oder Sesam etc.), hier wurden Sonnenblumenkerne verwendet
1/2 Päckchen Backpulver
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:
Ofen auf 200 Grad (Gas Stufe 3) vorheizen.
Mehl, Couscous und Backpulver in einer Schüssel vermischen. Die Eier mit dem Öl und der Milch schlagen und die Mehlmischung rasch unterheben.
Sonnenblumenkerne, Minze und Käsestückchen dazu geben, abschmecken und in die Muffinförmchen füllen, bis 3/4 der Form gefüllt ist.
15 min ins Rohr geben, bis die Muffins oben braun und schön aufgegangen sind.

Pikante Muffins


Dicke Suppe mit Lauch, Kichererbsen und Parmesan

Als echter Suppenkaspar kann man mich meistens mit dem wässrigen Zeug jagen – diese dicke, köstliche Suppenvariante ist eine absolute Ausnahme. Die Suppe kann als Vorspeise oder mit frischem Bauernbrot als Hauptspeise serviert werden, Reste kann man super einfrieren und ins Büro mitnehmen.

Zutaten für ca. 4 – 6 Portionen:
1 Dose Kichererbsen, abgetropft und im Sieb gewaschen
1 große Kartoffel, geschält und klein geschnitten
5 Lauchstangen, halbiert und in feine Ringe geschnitten
1 EL Olivenöl
1 TL Butter
2 Knoblauchzehen, geschält und in dünne Scheiben geschnitten
Meersalz und frisch geriebener Pfeffer
1/2 Liter Hühnerfond oder echte Gemüsesuppe
geriebener Parmesan
Olivenöl aus Erstpressung

Zubereitung:
Lauch und Knoblauch und ein wenig Salz in Olivenöl-Butter-Gemisch süßlich dünsten, Kichererbsen und Kartoffeln zugeben und kurz mitbraten. Suppe oder Fond zugießen und 15 bis 20 min köcheln lassen.
Die Hälfte der Suppe pürieren und mit der zweiten Hälfte wieder mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Parmesan nach Wunsch zugeben. Mit einem kräftigen Schuss guten Olivenöl und zusätzlichem Parmesan servieren.


Tomaten-Tarte

Am Ende des Sommers gibt es in meiner Küche oft viele überreife Tomaten und jede Menge frischen Oregano aus dem eigenen Garten – voilà, hier das passende Rezept. Übrigens: Vegetarisch kann auch gut schmecken ;).

Zutaten:
1 Portion Blätterteig (hier die fettreduzierte Version), auch Filoteig ist möglich
ca. 5 bis 7 reife Tomaten, hier wurden verschiedene Sorten und Größen verarbeitet, in Scheiben
einige Zweige frischer Oregano
1,5 Becher Sauerrahm
2 Eier
200 g Bergkäse, gerieben
(50 g Butter, geschmolzen, falls man Filoteig verwendet – die Lagen müssen gebuttert werden)
Meersalz, Pfeffer

Zubereitung:
Die Tomatenscheiben salzen, pfeffern und in ein Sieb geben, damit der überflüssige Saft abfließen kann.
Eine ofenfeste Form (Springform oder Tarteform) entweder buttern oder mit Backpapier auslegen – hier wurde fertiger Blätterteig mit Backpapier verwendet – und den Blätterteig darin auslegen.
Eier kurz verquirlen, Sauerrahm und Bergkäse unterrühren. Die Masse auf den Blätterteig geben, die Tomaten darauf verteilen.
Beim Oregano die frischen Blätter von den Zweigen streifen und die Blätter in gutem Olivenöl schwenken. Auf der Tarte verteilen.
Tarte bei 160 Grad (Gas Stufe 3) für ca. 45 min in den Ofen geben. Vor dem Servieren etwas abkühlen lassen, kann man heiß als Hauptspeise mit Salat oder kalt essen.


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