Archiv der Kategorie: Kuchen

Beeren-Dinkelgalette mit Lavendelpfirsich

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Der Lavendel? War grauenhaft. Das Rezept? Suchterzeugend. Nur ohne lila Zeugs in Zukunft. Ihr müsst aber zugeben, es klingt einfach fancy 😉

Das ist übrigens wieder mal was Superfittes, das aber nicht superfit schmeckt. Tatsächlich ist diese Galette suchterzeugend, deshalb gab es gestern eine und heute gleich die zweite. Und ganz ehrlich? Wenn Ihr keine Lavendelfreaks seid. dann spart Euch das lila Zeug und schmeißt ein wenig Vanille oder für Mutigere Rosmarin rein. Bei mir jedenfalls gibt es so schnell kein WC-Frisch-Kraut mehr im Essen 😉

Zutaten für eine Galette (ca. 2 Portionen – naja ich habs alleine gefuttert …):
Teig:
70 Gramm oder eine kleine Kaffetasse Dinkelfeinmehl
90 Gramm oder eine kleine Kaffetasse Magertopfen (=Quark)
1 EL Mandelmus
1 Schuss Süßstoff flüssig oder ein EL Zucker

Füllung:
2 Tassen Beeren oder anderes passendes Obst (Variante 1 war bei mir Heidelbeeren, schwarze Ribisel (=Johannisbeeren) und Erdbeeren, Variante 2 Pfirsiche und schwarze Ribisel
2 EL geriebene Nüsse oder Kokosflocken oder wasauchimmergeeignetist, die  Flüssigkeit der Früchte aufzusaugen
1 EL Hefeflocken
1 Schuss Süßstoff flüssig oder ein EL Zucker
und für die Freaks: 1 KL getrocknete Lavendelblüten (I’m done with that, thank you)
für die Bodenständigen: Vanillezucker oder ausgekratzte Schote
für Experimentierfreudige: Rosmarin, kleingeschnitten, schmeckt super zu Feigen oder Pfirsichen und Ähnlichem

Zubereitung:
Alle Zutaten für den Teig gut vermischen und rasch durchkneten, anschließend kalt stellen.

Beeren putzen oder Obst waschen und in Stücke schneiden. Mit Süßstoff oder Zucker und dem gewählten Kraut sowie den Hefeflocken vorsichtig vermischen.

Ofen auf 200 Grad vorheizen (Gas Stufe 6).

Teig dünn ausrollen, funktioniert am besten zwischen zwei Silikonmatten. In eine feuerfeste Form mit Backpapier geben, die geriebenen Nüsse in der Mitte verteilen, Beeren drauf und die Enden des Teiges leicht überschlagen. 20 min backen, auskühlen lassen, essen!

By the way: Wenn Ihr möchtet, dass die Beeren schöner glämzen – mit Eiweiß bestreichen. Und wenn Kalorien und Insulinreaktion wurscht sind – dann mit Staubzucker bestreuen. Das müsst Ihr aber selbst verantworten!

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Französischer Flan pâtissier traditionnel

Oh my dog, hab ich die letzten Wochen Ideen gewälzt! Ein Post für den Adventkalender der Foodblogger musste her. Weihnachtlich sollte es sein, irgendwas Festliches, oder zumindest eine Idee für in der Küche selbstgehämmerte Geschenke. Orangenspalten wurden kandiert, fotografiert, testgegessen – und wieder verworfen. Wer zum Teufel mag denn kandiertes Zuckerzeugs, noch dazu zu Weihnachten, wo uns allen die Keks zu den Ohren raushängen …

Also noch einmal von vorne. Im Grunde geht es doch zu Weihnachten darum, mit den Mitmenschen Dinge und Erlebnisse zu teilen, die uns lieb und teuer sind. Und in diesem Falle also um Rezepte, die so gut sind, dass sie als Weihnachtsnachspeise herhalten werden, obwohl sie kein wahnsinnig festives Gericht sind: Et voilà, hier für Euch mein absolutes Lieblingsmitbringselrezept aus der Grande Nation, überliefert von der Oma der Schwiegermutter des Nachbarn meines Exfranzosen, sorgsam auf einer Serviette zu Papier gebracht während einer sechsgängigen französischen Grillerei, die mit schwerem Bordeaux in der sengenden Mittagssonne von Nizza begann – legendär also. Genauso wie der Flan :).

Zutaten Teig (oder nehmt einfach einen Mürbteig Eurer Wahl):
300 g Mehl
150 g kalte Butter, in Flocken gehackt
2 Dotter
Prise Salz
1 EL Rum
2 EL Milch
Zucker nach Belieben
kaltes Wasser, falls der Teig zu fest ist

Alles in einer Schüssel mit dem Kochlöffel und dann mit der Hand möglichst schnell zu einer Masse verkleistern. Ausrollen, eine Springform mit dem Teig auslegen und die Ränder etwas hochziehen. Für ca. 30 min in den Kühlschrank.

Zutaten Füllung:
4 Eier vom freilaufenden Biobauern
1 Liter Milch (vollfett schmeckt natürlich am besten, das Rezept funktioniert aber auch mit Magermilch)
150 g Zucker
90 g Maizena
1 Vanilleschote, 1 x der Länge nach aufgeschnitten

Zubereitung:

Milch mit den Vanilleschotenhälften aufkochen (Vorsicht, brennt leicht an! Das ist der Hinweis für meine Mama, die wartet auch schon auf das Rezept 😉 ).

Maizena mit dem Zucker mischen und die gut verquirlten Eier dazu geben. Gut vermengen, das Ganze soll eine glatte Masse ergeben. Die Vanilleschote aus der Milch nehmen, sobald diese zu kochen begonnen hat. Die kochende Milch unter die Eiermasse rühren und bei mäßiger Hitze nochmals 2 min aufkochen.

Die Form mit dem Teig aus dem Kühlschrank nehmen, mit der Gabel mehrmals einstechen und die Masse hinein füllen. Ca. 40 min bei 200 Grad backen. Kalt stellen und servieren.

 

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Feiner französischer Ribiselkuchen mit Haube

Die letztes Jahr angesetzten Ribiselstauden tragen bereits Früchte! Insofern erstaunlich, als ich mich für alte Johannisbeersorten von Arche Noah entschieden habe und diese eben nicht zugunsten schnellen Wachstums genmanipuliert sind.

Aus dem Ertrag ging sich heuer genau EIN Kuchen aus. Bin ich stolz! Dementsprechend bombensicher gut musste das Rezept sein und mit diesen Vorgaben bleibt natürlich nur der Blick nach Frankreich :). Hier ein sensationell feines und sensationell leicht zu backendes (auch für Backdummies wie mich 😉 ) Ribiselkuchenrezept aus der Grande Nation …

Zutaten:
1 Ei vom freilaufenden Biobauern
50 g Zucker
1 Msp. Vanillemark
Prise Salz
200 g Mehl
50 g Maizena
125 g Butter, kalt in kleine Flocken geschnitten

Für die Schneehaube:
200 Gramm Ribisel (Johannisbeeren), geputzt
3 Eiklar
150 g Zucker

Zubereitung:
Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Für den Teig alle Zutaten miteinander schnell in einer Schüssel mit der Hand vermengen. Wird so eine Art Mürbteig. Zu einer Platte ausrollen und eine Kuchenform damit auskleiden. Kalt stellen.

Eiklar steif schlagen und den Zucker vorsichtig einrieseln lassen. Die Ribisel unterheben und die Masse auf den Teig streichen.

Für 15 min in den Ofen, fertig.

Johannisbeerkuchen


Schoko-Cheesecake mit Keksboden

Eigentlich eine Spur zu süß, aber durch den Sauerrahm wird die Süße gaaanz subtil geschwächt … Ergebnis: perfekter Schokokäsekuchen!

Zutaten:
2 Packungen Schokokekse
110 Gramm Butter
2 Päckchen Magertopfen (ok vollfett wäre natürlich smoother gewesen, aber wir sind alle dick genug ;))
80 Gramm Zucker
1 EL Vanilleessenz
3 Eier
200 g Kochschokolade
halber Becher Sauerrahm

Zubereitung:
Kekse in einen Gefriersack geben und mit dem Fleischklopfer oder Nudelwalker zerdeppern. Die Butter schmelzen, mit den Keksbröseln mischen und in eine Tortenform verteilen, fest andrücken.
Boden im Backofen bei 180 Grad (Gas Stufe 3 – 4) ca. 8 min backen, dann aus dem Rohr heraus nehmen.

Topfen, Zucker und Vanilleessenz verrühren und ein Ei nach dem anderen unter Rühren zugeben. Danach den Sauerrahm einrühren.

Schokolade im Wasserbad schmelzen und zur Topfenmasse rühren. Auf dem Keksboden verteilen und bei 140 Grad (Gas Stufe 2) ca. 45 min backen. In der Form abkühlen lassen, dann heraus nehmen und servieren.

Schokocheesecake


Far breton: Eierfladen mit Zwetschgen

Das bretonische Originalrezept sieht vor allem Dörrpflaumen vor, hier wurden frische Zwetschgen verwendet. Anscheinend gibt es das Ding in Frankreich auch völlig ohne Früchte, aber das wäre mir persönlich ein wenig zu langweilig. Diese Version mit Früchten war sensationell! Außerdem ist das Rezept ziemlich einfach zuzubereiten. So mag ich die Dinge, genau ein Liter Milch, kein Herumgetue mit Mili- und Centiliter, alles in eine Schüssel, verrühren, fertig ;).

Zutaten für eine rechteckige Backform:
1/2 Kilo Zwetschgen, entkernt und halbiert
200 g Mehl
200 g Zucker
4 Eier
1 Liter Milch
2 EL Vanille-Extrakt

Zubereitung:
Alle Zutaten außer den Zwetschgen in einem Topf vermischen und auf kleiner Flamme unter ständigem Rühren erhitzen, bis die Masse leicht stockt. Die Zwetschken zugeben.

Eine geschlossene Backform, wo nichts auslaufen kann, buttern und die Masse hinein füllen. Bei 200 Grad ca. 50 min backen. Lauwarm oder kalt servieren.

Zwetschgenfleck


Apfelkuchen à la Normandie mit flambierten Lederäpfeln

Der absolut beste, achwas allerbeste, Apfelkuchen der Geschichte. Ich fand das Rezept in einem uralten französischen Kochbuch ohne Deckel und es ist der absolute Hammer! Viel einfacher, als es klingt und der Kuchen ist saftig und köstlich, ohne Tonnen an Fett zu enthalten. Gerne demnächst wieder!

Zutaten:
3 große, säuerliche Äpfel oder 6 kleine (am besten Lederäpfel), geschält und in dünne Scheiben geschnitten
50 g Butter + ein wenig für die Form
1 kräftiger Schuss Calvados oder Apfelbrand
80 g Zucker
1 EL Vanille-Extrakt
100 g Mehl
50 g Maizena
1 Pack Backpulver
1 Becher Crème fraiche
3 Eier
1 Prise Salz

Zubereitung:
Backrohr auf 160 Grad (Gas etwas später auf Stufe 3) vorheizen.

Butter in einer Pfanne erhitzen und die Äpfelscheiben darin schön anbräunen. Mit dem Alkohol ablöschen und anzünden. Vorsichtig bitte, nicht die Küche abfackeln – ich bin sicherheitshalber raus auf die Terrasse ;).

Mehl, Maizena und Backpulver mischen. Eier trennen, Zucker mit Dottern in den Mixer geben, bis die Masse dick und weißlich ist. Vanilleextrakt und Crème fraiche unterheben, Mehlmischung zugeben, nicht mehr allzuviel rühren, nur mehr vermengen.

Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen.

Die Äpfel unter den Teig heben, danach vorsichtig das Eiweiß unterrühren. In eine gebutterte Tortenbackform und 30 min backen. Abkühlen lassen und servieren.

Apfelkuchen


Marillen-Clafoutis

Ein Clafoutis-Rezept geht noch! Keine schlechte Kombi mit den Marillen (Aprikosen), weil es einen schön karamellisierten Look und Geschmack gibt.

Zutaten:
60 g Butter
4 Eier
1/4 Liter Milch
100 g Mehl
125 g Zucker
Prise Salz

Zubereitung:
Die Butter erhitzen, bis sie flüssig ist und abkühlen lassen.

Die Marillen entkernen und halbieren und mit dem „Bauch“ nach oben in eine gebutterte Auflaufform schichten.

Eier mit der Prise Salz verquirlen und mit dem Zucker zu einer schaumig-weißen Masse schlagen. Mehl unterheben und nach und nach Butter und Milch zugeben.

Die Masse über die Früchte gießen und bei 190 Grad (Gas 3 – 4) ca. 45 min backen. Warm oder kalt servieren.


Erdbeeren auf Vanillecreme und Blätterteig

Soooo lange habe ich nach dem perfekten Rezept für Vanillecrème gesucht – und so viele Versuche gingen schief, weil man selbstgekochte Vanillecrème in jedem Fall  mit kochender Milch und in Verbindung mit Eiern machen muss. Und die sind mir wirklich unzählige Male ausgeflockt *knurr* … Und dann stolpere ich durch reinen Zufall auf dieses supereinfache Rezept und obwohl ich teils gepfuscht habe oder nicht konzentriert war, hat es nie geflockt! Hier also die Crème patissière für Dummies :):

Zutaten:
1 Blätterteig, plan gebacken und ausgekühlt
1/2 kg frische Erdbeeren, geviertelt
1/2 Liter Vollmilch
1/2 Vanilleschote, aufgeschlitzt
4 Eidotter
100 g Zucker
50 g Mehl

Zubereitung:
Eidotter und Zucker mixen, bis das Ergebnis weiß und cremig ist. Anschließend das Mehl zugeben und nur so lange weiter schlagen, bis es unter die Dotter-Zucker Mischung gemengt ist.

Milch mit Vanilleschote aufkochen und unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zur Eiermischung geben. Noch mal zurück auf den Herd und bei geringer Hitze und ständigem Rühren ca. 7 min oder bis es die gewünschte Konsistenz hat, köcheln lassen.

Die Crème patissière auf den Blätterteig geben und die Erdbeeren gleichmäßig auflegen. Abkühlen lassen.

Optional könnte man den Blätterteig auch durch schneiden und mehrere Lagen machen.

Erdbeer-Vanille-Schnitten


Schokokuchen für Supereilige

Um ein Haar hätte ich mir das nicht nachzukochen getraut – die „Zubereitung“ ist was für Hardcore-Fastfoodies. Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ein Kuchen funktioniert, wenn man einfach die trockenen Zutaten und die übrigen zusammen schmeißt und die beiden Mischungen verkleistert … und das Ganze auch noch ohne Küchenwaage! Als bekennender Dangerfreak hab ich das chemische Experiment gewagt – und es hat dem Schokokuchen-Esser geschmeckt. Was will koch mehr – superschnell, wenig Geschirr angepatzt und es schmeckt.

Zutaten:
1 Messbecher (z.B. Kaffeetasse verwenden) Mehl
1/2 Messbecher Kakaopulver
2 Kaffeelöffel Backpulver
1/4 KL Salz
1 Messbecher Braunzucker
1 Messbecher Bauernjogurt (oder griechisches Jogurt)
3 Eier, leicht aufgeschlagen
1 EL Rum
1 KL Löskaffee Espresso
1/2 Messbecher Bio-Rapsöl
Butter für die Form

„Zubereitung“:
Siehe oben –  trockene Zutaten mischen, in einer zweiten Schüssel die übrigen Zutaten und die beiden Mischungen nur ganz kurz vermengen. Das ist alles. In eine gebutterte Kasten- oder Tortenform füllen.

Und das Ganze bei 175 Grad (Gas zwischen 3 und 4) ca. 45 min ins Rohr.

Schokoladentorte


Kleine Mandel-Kirschkuchen (Muffinform)

Eine kleine Reminiszenz an meine Kindheit entdeckte ich in diesem muffin-ähnlichen Rezept mit Kirschen und Mandeln. Die Teigbasis aus geschlagenem Eiweiß und geriebenen Mandeln erinnert sehr an die heiß geliebten Mandelbögen meiner Kindheit. Man konnte mich damit immer und überall ruhig stellen :).

Zutaten für 6 mittelgroße Küchlein:
200 g Kirschen, nach dem Abwiegen entsteint
50 g geriebene Mandeln
70 g Zucker
2 Eiweiß
1/2 EL Maisstärke
Butter für die Formen
Prise Salz

Zubereitung:
6 Muffinförmchen buttern und das Rohr auf 170 Grad (Gas Stufe 3) vorheizen .

Das Maizena sieben und mit den geriebenden Mandeln vermischen.

Eiweiß mit dem Salz zu sehr steifem Schnee schlagen. Den Zucker langsam einrieseln lassen und dabei ständig weiter schlagen. Ebenso mit der Maizena-Mandel-Mischung verfahren.

Den Teig in die Förmchen füllen und in jede Form ca. fünf Kirschen geben. Wenn alle Kirschen aufgebraucht sind, für ca. 20 min ins Backrohr geben. Ab und zu überwachen und nach Ende der Backzeit noch 10 min abkühlen lassen, dann warm oder kalt servieren.

Mandel-Baiser mit Kirschen


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