Archiv der Kategorie: Brot

Focaccia mit Salbei

Eine kleine Alternative zur französischen Rosmarin-Fougasse – eine Focaccia mit Salbei. Erst war ich ein wenig schockiert über die Menge an Trockenhefe – funktioniert hat es trotzdem sehr gut und schmeckt ganz anders als die Fougasse.

Zutaten für 2 große oder 4 kleine Laibe:
450 g Mehl
2 EL Trockenhefe
grobes Meersalz
1 Handvoll frischer Salbei gehackt
sowie einige Blätter zur Deko
4 EL gutes Olivenöl und ein weiterer Schuss Olivenöl zum Beträufeln

Zubereitung:
Mehl mit der Trockenhefe mischen und eine Mulde machen. Olivenöl und 300 ml warmes Wasser rein geben und mit einem Holzlöffel unterheben. Danach für 10 min in die Küchenmaschine, mit Knethaken.

Eine Schüssel einölen und den Teig darin zugedeckt an einem wamren Ort ohne Zugluft für mindestens eine Stunde gehen lassen. Das Volumen sollte sich in etwa verdoppeln.

Den Teig in zwei oder vier Teile teilen, die Teile gut durchkneten, Laibe formen und auf ein Backblech mit Backpapier legen und nochmals 20 min zugfrei und warm aufgehen lassen.

Ofen auf 220 Grad oder Gas Stufe 3 bis 4 vorheizen. Die Salbeiblätter in die Oberfläche der Brote drücken, mit Olivenöl beträufelt und kräftig Meersalz drauf geben.
20 min backen, leicht abkühlen lassen, essen!

Hefebrot mit Kräutern

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Zwei Mal Flammkuchen – vegetarisch oder mit Wurst

Flammkuchen selber machen ist gar nicht kompliziert und schmeckt viiiiel besser als entsprechende Convenienceware. Eigentlich seltsam, dass es die Dinger nirgends frisch gibt – geht total schnell, wenn man von der Ruhezeit des Teiges absieht. Rezept reicht für 2 bis 3 Portionen.

Teig:
300 g normales Mehl
150 g Vollkornmehl
1 Viertelliter Wasser
1 KL Meersalz

Belag:
1 Becher Creme fraiche
1 Handvoll Petersilie, gehackt
1 hartes Pfefferwürstel, in feine Scheiben geschnitten
1 Lauch, halbiert und in Scheiben geschnitten
Meersalz, frisch geriebener Pfeffer
Chili

Zubereitung:
Alle Teigzutaten in die Küchenmaschine und mit dem Knethaken ca. 5 min schlagen. Die entstandende Teigkugel in Plastikfolie einschlagen und ab damit in den Kühlschrank für 1 Stunde.

Creme fraiche mit Meersalz und Pfeffer abschmecken. Vorsichtig, falls die Pfefferwurst sehr scharf ist!

Den Teig in 4 Teile teilen und ganz flach ausrollen. Mit der Creme fraiche bestreichen, Lauch und Wurst oder für die vegetarische Version nur Lauch drauf verteilen.

Für 8 bis 10 min bei voller Leistung ins Rohr. Sobald sich Blasen gebildet haben, mit der Petersilie bestreuen und servieren. Chili nach Belieben drauf geben.

Flammkuchen mit WurstFlammkuchen vegetarisch


Indische Fladen mit Safran

Ich steh ja ziemlich auf alles indische Brotähnliche und ein wenig Dekadenz beim Kochen kann auch nicht schaden, hier also die genialen, nicht gerade fettarmen, wegen dem Safran nicht gerade günstigen indischen Brote … (Es sei denn, man hat, so wie ich, einen „Vertriebsweg“ aus Indien, wo man den Safran viel günstiger kriegt …).

Zutaten für 8 Stück:
150 ml Milch
1/2 KL Safranfäden (ok ein Viertel reicht auch ;))
2 KL Zucker
80 g Ghee
250 g Weizenmehl + zum Verarbeiten
eine kräftige Prise Meersalz

Zubereitung:
Die Milch erwärmen und 50 ml extra in eine Schüssel und den Safran drin auflösen. Beiseite stellen, brauchen wir erst später wieder. In den Rest der Milch den Zucker einrühren. Das Ghee schmelzen und mit der Zuckermilch verquirlen.

Mehl mit Salz mischen und nach und nach die Zuckermilch einkneten. Ordentlich durcharbeiten, dann 10 min zugedeckt rasten lassen. In 8 Portionen teilen, flache Fladen formen und unter einem Geschirrtuch nochmals 10 min gehen lassen.

Den Ofen in der Zwischenzeit so heiß wie möglich vorheizen (ohne Umluft!), Backblech mit erwärmen. Die Ofentür öffnen und die Fladen so schnell wie möglich aufs Backblech befördern. 4 min backen.

Ofentür öffnen, die Brote mit der Safranmilch besprenkeln und wieder für 2 bis 4 min backen. Vorgang einmal oder mehrmals wiederholen, bis die Fladen knusprig sind und braune Flecken haben. In Alufolie warm halten und servieren.


Der beste Pizzateig

Lange habe ich nach dem idealen Rezept für selbstgemachten Pizzateig gesucht und war von allen Rezepten nicht so wirklich überzeugt. Bei Delia Smith wurde ich fündig, ihr Teig ist einfach perfekt – knusprig, aber nicht hart, dünn aber kein Knäckebrot, nicht zu salzig und eigentlich einfach zuzubereiten. Der Vollkornanteil macht die Geschichte noch knackiger. Belegen kann man nach Wunsch, hier wurden zwei Böden angefertigt, damit die Fleischesser im Hause ihre Chorizopizza ohne mich essen können ;)!

Zutaten für einen Pizzaboden, macht angeblich zwei Personen satt (bei uns nicht ;)):
175 g Mehl, davon bis zu 50 g Vollkornmehl
1 TL Meersalz
1 TL Trockenhefe
1/2 TL Rohrzucker
1 EL Olivenöl
125 ml warmes Wasser

Zubereitung:
Das Mehl im Ofen erwärmen, ein genialer Trick von Delia! Mehl, Zucker, Salz und Hefe in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde machen und das Wasser und Olivenöl hinein gießen. Mit einem Holz-Löffel vermengen, dann mit den Händen ein paar min weiter kneten, bis der Teig Blasen wirft. Mit Folie abdecken und bei Zimmertemperatur ca. eine Stunden gehen lassen, bis sich der Teig verdoppelt hat.

Anschließend die Luft heraus kneten, zu einer Kugel formen und ca. 25 cm ausrollen. Mit den Händen nach außen ziehen, einen Rand stehen lassen und nicht zu dick das Ganze!

Anschließend den Ofen auf ca. 230 Grad vorheizen, den Belag vorbereiten, belegen, ca. 12 min backen, servieren.

Anmerkung: Belagbasis wurde aus gehackten Tomaten, getrocknetem Oregano und ein wenig Zucker angefertigt. Der Belag in diesem Falle einmal Chorizo und Paprika und einmal nur Paprika, beides mit Mozzarella überbacken.


Französischer Brioche

Vom Paris-Trip habe ich eine echte französische Brioche-Form mitgebracht und musste das begehrte Stück natürlich gleich testen! Am besten mit einem französischen Originalrezept von Ginette Mathiot! Vorsicht, braucht 4 Stunden Zeit zum Gehen!

Zutaten:
250 g Mehl
5 g Hefe oder ein halbes Päckchen Trockenhefe
2 EL warme Milch
3 + 1 Ei
etwas Salz
100 g weiche Butter
50 g Zucker

Zubereitung:
Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde machen in der Mitte, die in der warmen Milch aufgelöste Hefe hinein schütten, 3 Eier, ein wenig Salz, Butter und Zucker zugeben. Mit der Hand verarbeiten, bis das Ganze sich zu einem elastischen Teig verbunden hat, dann in eine gebutterte Briocheform füllen.
Vier Stunden an einem warmen Ort (ideal bei 25 Grad) gehen lassen. Das übrig gebliebene Ei verquirlen und den Teig damit bestreichen.

Für ca. 30 min ins heiße Rohr geben (200 bis 220 Grad oder Gas Stufe 3 -4), ständig kontrollieren, damit der Brioche nicht zu dunkel wird.
Aus dem Rohr nehmen und lauwarm oder kalt mit Butter und/oder Marmelade servieren.


Rosmarin-Fougasse (französische Version der Focaccia)

Diese Hefeteig-Fougasse eignet sich bestens für ein schlichtes Abendessen, mit geröstetem Gemüse, Ziegenkäse oder Räucherschinken. Oder ganz einfach mit Bauernbutter und Meersalz und einem netten Glaserl Rotwein – einfach genial!

Zutaten für 2 Laibe:
500 g Mehl
320 ml lauwarmes Wasser
1 TL Trockenhefe (hier ersetzt durch ein Viertel frische Hefe)
1 bis 2 TL Fleur de sel (ersatzweise Meersalz)
2 EL gehackter frischer Rosmarin plus ein wenig extra Rosmarin zum Bestreuen
2 EL gutes Olivenöl

Zubereitung:
Mehl in eine große Schüssel geben, eine Mulde in der Mitte formen und das Wasser hinein gießen. Hefe hinein geben und 5 min einweichen lassen.
Mit den Händen ein wenig Mehl in die Wasser-Hefe-Mischung einrühren und für 25 min an einem warmen, zugfreien Ort gehen lassen.

Salz, Rosmarin und Öl zugeben und ca. 12 bis 15 min kneten (oder von der Küchenmaschine kneten lassen ;)). Der Teig soll ziemlich klebrig bleiben, kein Mehl zugeben, sonst wird das Ergebnis zu schwer. Zurück in die Schüssel geben, zudecken und nochmals 1,5 Stunden gehen lassen.

Etwas Mehl auf ein Blech mit Backpapier streuen. Den Teigball durchkneten, halbieren und kleine Laibe formen. Mit der stumpfen Seite eines Messers die Laibe einschlitzen. Die Schlitze mit den Fingern noch weiter öffnen, sodass sie sich im Ofen nicht mehr schließen können. Mit einem Tuch bedecken und weitere 20 min gehen lassen, währenddessen Ofen auf 200 Grad vorheizen.

30 bis 40 min goldbraun backen. Noch heiß mit Olivenöl bestreichen, mit Salz und Rosmarin bestreuen und auf einem Rost abkühlen lassen, servieren.

Tipp:
Den zweiten Laib kann man einfrieren und nach dem Auftauen 5 min bei 200 Grad wieder beleben.
Reste kann man am nächsten Tag als Bruschetta verwenden.


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