Archiv der Kategorie: Aufstrich

Avocadodip

Avocadodip

Genial mit Gemüsesticks oder geröstetem Brot und perfekt als Quelle hochwertiger Fette. Und Vorsicht, kalorientechnisch reibt das schön an, wenn Ihr wisst, was ich meine 😉

Für eine kleine Schüssel:
1 reife Avocado
1 gehäufter EL Bauernjogurt
Saft einer halben 1/2 Limette
Schalenabrieb der halben Limette
ein Schuss gutes Olivenöl
Meersalz, Pfeffer und Chilipulver nach Geschmack

Zubereitung:
Alles in den Mixer schmeißen, abschmecken, mit geröstetem Brot oder als low carb-Variante mit Gemüsesticks servieren.

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Powidl wie bei Oma

Traditionell muss Powidl aus Zwetschken hergestellt werden, die schon einen ersten Nachtfrost erwischt haben. Das heißt, es ist soweit! Richtet Euch allerdings einen Tag in der Küche ein, oder kocht den Powidl auf mehrere Tage! Meine Großmutter hatte es da leicht, als Wirtin stand sie sowieso den ganzen Tag in der Küche …

Und: Demnächst gibt’s an dieser Stelle also Omas Buchteln :). Für den Fleischesser mit Vanillesauce, wegen IGITTOBST! …

Zutaten:
Für ein Glas muss man ungefähr 1 Kilo Zwetschken rechnen
KEINEN ZUCKER ZUSETZEN

Zubereitung:
Zwetschken entsteinen und halbieren. In einem beschichteten Kochtopf so lange auf ganz kleiner Flamme einkochen, bis die Masse ganz fest ist. Bei größeren Mengen an Zwetschken kann das durchaus schon mal einen Tag lang dauern.

In einen sterilisierten, feuerfesten Topf füllen und im Ofen bei großer Hitze kurz überbacken, bis die Masse oben einen festen Film gebildet hat.

Abkühlen lassen, Deckel drauf, ab in die Vorratskammer.


Eine Art Liptaueraufstrich mit Himbeeren

Vor einiger Zeit wurde mir bei einem ansonsten relativ uninteressanten Mostbauern ein wirklich sensationeller Liptauer Aufstrich serviert – und der Schmäh an der Sache schien der Hauch von Himbeeren zu sein, höchstwahrscheinlich erzeugt durch einen Schuss Himbeeressig. Musste ich natürlich testen! Nachdem kein Essig in akzeptabler Qualität aufzutreiben war, hab ich ein Mus aus passierten Himbeeren verwendet. Schmeckt genauso genial, man muss nur aufpassen, dass es nicht zu süß wird.

Zutaten:
1/2 Becher cremiger Bauerntopfen
1 KL süßer Paprika, gemahlen
1 KL scharfer Paprika, gemahlen
1 EL Zitronensaft
eine kleine Handvoll Himbeeren, passiert
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
ev. Schnittlauch zum Dekorieren

Zubereitung:
Den Topfen mit den übrigen Zutaten verrühren, dabei allerdings das Himbeermus nur nach und nach zugeben und abschmecken! Mit frischem Bauernbrot oder notfalls geröstetem Weißbrot servieren.

Bauernaufstrich


Original Pistou aus Nizza – Knoblauch-Basilikum-Paste

Geniales Zeugs, dieses Pistou! Hier im französischen Originalrezept aus Nizza und verwendet als Pastasauce mit zusätzlichem Olivenöl und Parmesan. Pistou dient auch als Basis für die berühmte Suppe, aber als bekennender Suppenkaspar esse ich es dann doch lieber auf Nudeln oder getoastetem Brot. Naja ok, der Tag danach wird ein wenig stinkig, aber der Genuss rechtfertigt den Geruch … oder wie war das ;)?

Zutaten:
3 große Knoblauchzehen
6 EL Parmesan, frisch gerieben
10 schöne Blätter Basilikum, gewaschen und getrocknet
3 EL vom besten Olivenöl, das ihr kriegen könnt

Zubereitung:
Knoblauch schälen und klein würfeln, anschließend im Mörser zu einer Paste reiben. Die Basilikumblätter zugeben und ebenfalls verreiben.
Den Parmesan mit den Zinken einer Gabel untermischen und das Olivenöl zugeben.

Verwendung als einfache aber perfekte Pastasauce:
Nudeln nach Anweisung kochen, in einer Pfanne mit warmem Olivenöl schwenken und Pistou nach Geschmack zugeben. Pistou darf niemals erhitzt oder gekocht werden, sonst ist der Geschmack weg! Mit extra Parmesan servieren.

Pistou - Basilikum-Knoblauchpaste

 


Radieschen-Ziegenkäse-Aufstrich

Die leidigen Radieschen – in jeder Gemüsekiste drin und weil ja Bio nicht wirklich lange haltbar. Dann fand ich dieses Frischkäse-Aufstrich-Rezept – schmeckt super mit frischer Fougasse!

Zutaten:
1/2 Bund Radieschen, in feine Stifte geschnitten
1 bis 2 EL Schnittlauch, gehackt
1 Becher Ziegenfrischkäse
1 Schuss gutes Olivenöl
2 EL Zitronensaft
Meersalz
Frisch gemahlener Pfeffer
Spritzer Tabasco

Zubereitung:
Alles verrühren, abschmecken, fertig!


Rouille

Nach dem Genuss von Rouille sollte man mindestens drei Tage nicht mehr unter die Leute gehen, es ist heftig knoblauchig! Eigentlich mag ich Knoblauch nicht besonders, aber zu bestimmten Gerichten wie Bouillabaisse oder Huhn in Pastis ist diese senfähnliche Paste unwiderstehlich! Eine Warnung: Die Herstellung ist nicht gerade einfach und erfordert jede Menge Geduld, weil das Zeugs sofort kippen kann, wenn man das Öl zu schnell bei gibt!

Zutaten:
2 Knoblauchzehen
2 rote Chilischoten, geputzt und klein geschnitten
Cayennepfeffer
1 Prise Safran
2 EL Weißbrotbrösel in Hühnerbrühe eingeweicht
150 ml Olivenöl

Zubereitung:
Knoblauch schälen und mit den Chilischoten im Mörser zerreiben. Mit Cayennepfeffer und Safran würzen, die ausgedrückten Semmelbrösel zugeben. Öl tröpfchenweise unter rühren. Darauf achten, dass die Masse das Öl bereits aufgenommen hat, bevor man weiteres zufügt, weil die Geschichte sonst ganz plötzlich kippen kann …


Tapenade von grünen und schwarzen Oliven

Damit kriegt man frühe Besucher satt! Oder sich selbst während langwieriger Kochereien … Besonders gut in Kombi mit der Rosmarin-Fougasse! Tapenade kann man entweder ganz klein mixen und als Aufstrich verwenden oder aber, und ich bevorzuge diese Variante, mit dem Messer hacken und auf Baguette oder Toast drauf löffeln.

Zutaten:
je 120 g schöne grüne und schwarze Oliven (praktischer ohne Kern, geht aber auch mit), separat klein gehackt
30 kleine Kapern, gehackt
2 KL Tomatenmark
12 Sardellenfilets, abgespült und -getrocknet
1 Knoblauchzehe, klein gehackt
2 EL gutes Olivenöl

Zubereitung:
Alle Zutaten bis auf die Oliven vermengen, dann die Hälfte zu den grünen Oliven geben, die andere mit den schwarzen Oliven mixen. Fertig!

 


Rotweingelee

Ich bin ein Reste-Verarbeitungs-Fan, bei so viel Hunger auf der Welt sollte man nichts wegwerfen. Hier also ein Rezept für übrig gebliebenen Rotwein – auch wenn das nicht oft vorkommt, dass welcher übrig bleibt ;). Dieses Gelee ist perfekt zu kaltem Fleisch wie Braten, Entenbrust, auch zum kalten Huhn funktioniert es und peppt eine Jause stilvoll und easy auf.

Zutaten:
200 ml Rotwein
2 TL brauner Zucker
2 Blatt Gelatine, in Wasser eingeweicht

Rotwein mit Zucker aufkochen, die eingeweichte Gelatine zugeben, in geeignetes Töpfchen geben, abkühlen lassen und in den Kühlschrank geben. Zu Bratl oder Ente servieren.


Zucchini-Mus mit Minze

Jeder, der ein Gemüsebeet mit Zucchinipflanze sein Eigen nennt, wird mir beipflichten: Manchmal ist es extrem schwierig, die riesigen Mengen, die in kürzester Zeit zur Ernte bereit stehen, auch richtig zu verarbeiten. Abgesehen vom Zucchini-Schokokuchen ist das folgende mein Lieblings-Zucchini-Rezept. Das Mus schmeckt super noch warm oder kalt auf frischem Weißbrot, meine Gäste waren von dieser Vorspeise immer begeistert. Reste davon eignen sich als schnelle Pastasauce oder können sogar mit geringem Geschmacksverlust – alle Küchengötter mögen mir verzeihen 😉 – eingefroren werden.

Zutaten:
4 mittlere Zucchini oder entsprechende Menge kleine Zucchini (je kleiner desto besser der Geschmack), entkernt und in Scheiben geschnitten
1 bis 2 getrocknete Chilischoten, gehackt
2 EL normales Olivenöl und 2 EL bestes Olivenöl
1 bis 2 Knoblauchzehen, gehackt
eine Handvoll frische Minze (bevorzugt marokkanische), in Streifen geschnitten
Saft von einer Zitrone
Meersalz

Olivenöl in einer Pfanne (mit Deckel, den brauchen wir später noch) erhitzen, Knoblauch und Chilischoten nicht zu heiß braten (nicht bräunen!). Zucchini zugeben und Deckel drauf. Bei geringer Hitze im eigenen Saft ca. 30 bis 45 min schmoren lassen. Mit Zitronensaft, Meersalz und dem guten Olivenöl abschmecken und heiß oder kalt auf Brot oder als Pastasauce servieren.


Forellenmousse mit grünem Apfel

Super als Vorspeise!  Das Originalrezept ist mit Tunfisch, aber Tunfischessen finde ich persönlich politisch vollkommen inkorrekt – ich will nicht am Aussterben einer Tierart beteiligt sein, esse daher aus Prinzip keinen Tunfisch mehr …

Zutaten:
200 g geräuchtertes Forellenfilet (ein Versuch mit gebackenem Fisch wäre es wert!)
eine kleine Frühlingszwiebel
1/2 grüner Apfel
2 EL Limonensaft (hier Zitronensaft)
1 Handvoll frische Korianderblätter
60 g Frischkäse wie Ricotta, frischer Ziegenkäse (hier ganz einfach Topfen)
1/2 TL Chilipulver
1/4 TL feines Meersalz
1/4 TL frischgemahlener Pfeffer

Alles in die Küchenmaschine geben und zerkleinern oder mit Gabel oder Pürierstab vermixen, abschmecken, eine halbe Stunde bis zu einem Tag im luftdichten Container in den Kühlschrank geben, mit getoastetem Baguette oder Ähnlichem servieren.


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